Starke Abordnung des Bezirks Hollabrunn bei der SPÖ Bundesbauernkonferenz in Neudörfl
Vergangenen Samstag besuchte eine starke Abordnung der SPÖ im Bezirk Hollabrunn die Bundesbauernkonferenz im burgenländischen Neudörfl. Neudörfl gilt als der Geburtsort der Sozialdemokratie. Angeführt von der NÖ Landesbauernsekretärin Marion Eisenberger aus Göllersdorf, nahmen auch GFGR Gerhard Sklenar aus Wullersdorf, Ernst Lang aus Pernersdorf, sowie Josef Brenninger, GR Michael Raab und Vizebürgermeister Stefan Hinterberger aus Göllersdorf an der Konferenz teil. Dabei trafen sie unter anderem auf Landesbauernvorsitzenden Ernst Wagendristl und auf die NÖ Ehrenbäuerin Hilde Glinz.
Die SPÖ Bauern (Sozialdemokratische Bäuerinnen und Bauern) vertreten die agrarpolitischen Interessen innerhalb der Sozialdemokratie. Ihr Fokus liegt dabei weniger auf der Agrarindustrie, sondern stark auf den kleineren und mittleren Familienbetrieben.
Hier sind die zentralen Säulen ihres Programms:
1. Faire Verteilung von Förderungen
Die SPÖ Bauern kritisieren oft die aktuelle EU-Agrarpolitik, bei der Förderungen stark an die Fläche gekoppelt sind („Wer viel hat, dem wird gegeben“). Sie fordern:
- Eine Obergrenze für Direktzahlungen (Capping) an Großbetriebe.
- Mehr Unterstützung für kleine Strukturen und Bergbauern, um das Bauernsterben zu stoppen.
2. Gerechte Preise und Marktmacht
Ein Kernanliegen ist die Stärkung der Position der Erzeuger gegenüber dem Lebensmittelhandel.
- Faire Erzeugerpreise, die über den Produktionskosten liegen.
- Maßnahmen gegen die Preisdiktatur großer Supermarktketten.
- Transparente Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln.
3. Soziale Absicherung
Da sie Teil der Sozialdemokratie sind, spielt die soziale Komponente eine große Rolle:
- Absicherung der Bauern im Krankheits- oder Pflegefall.
- Verbesserung der ** bäuerlichen Pensionen**.
- Förderung von Frauen in der Landwirtschaft (Eigentumsrechte, soziale Absicherung).
4. Ökologie und Regionalität
- Nachhaltige Bewirtschaftung, die aber wirtschaftlich machbar bleiben muss.
- Stärkung der regionalen Kreisläufe, um Transportwege zu verkürzen und die lokale Versorgungssicherheit zu gewährleisten.