Am Donnerstag fiel der offizielle Startschuss für die Sanierungsarbeiten auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz. Im Rahmen der Arbeiten werden die Bahnhöfe Göllersdorf, Hetzmannsdorf-Wullersdorf und Guntersdorf auf den Stand der Zeit gebracht, die Bahnsteige verlängert. Alle drei Stationen bekommen moderne Bahnsteigdächer und eine zeitgemäße Ausstattung. Der Bahnhof Zellerndorf wird durch den Einbau von Liften barrierefrei, schreibt die ÖBB in einer Pressemitteilung. „Die längeren Bahnsteige sind notwendig für längere Züge, die die Kapazität erhöhen werden. Die gesamte Strecke erhält ein umfangreiches Service. Auf unserem Bahnhof in Göllersdorf wird statt dem alten Fahrradabstellplatz eine moderne Bike & Ride Anlage errichtet.“ erklärt SPÖ Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger, der sich freut, dass sich der jahrelange Einsatz seiner Sozialdemokrat*innen für Verbesserungen auf der Strecke langsam zu lohnen scheint.
Praktische Tipps für die Reise im Sommer
Da die Strecke zwischen Znojmo und Stockerau wegen der Bauarbeiten vom 30.Juni bis 4.September komplett gesperrt wird, wird seitens der ÖBB ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Das bedeutet für Pendler und Reisende unter anderem: die Bushaltestelle befindet sich nicht am Bahnhof sondern bei der Abzweigung in der Schönbornerstraße zur Bahnstraße. Die Abfahrtszeiten Richtung Stockerau immer um xx.39 (in Stockerau um xx.09), Richtung Hollabrunn immer um xx.45, in Hollabrunn um xx.02.
Fahrplan für den Schienersatzverkehr zum Download:
Für einzelne Verbindungen werden von Hollabrunn nach Stockerau direkte schnelle Busse eingesetzt. Es ist daher zu überlegen, das Auto ins neue Parkhaus in Hollabrunn (da steht es auch im Schatten!) zu stellen. Da es derzeit keinen Fahrkartenautomaten am Bahnhof Göllersdorf gibt, können die Tickets direkt im Zug bzw. Bus gekauft werden. Eine Fahrradmitnahme ist im Bus nicht möglich.
Lademöglichkeit für E-Autos und E-Bikes wäre wünschenswert. Die SPÖ Göllersdorf schlägt im Zuge der Bauarbeiten vor, auch noch eine Lademöglichkeit für E-Autos und E-Bikes zu errichten. Diese müssten allerdings schon jetzt mitgedacht werden. Hinterberger wird deshalb mit den Verantwortlichen der ÖBB Kontakt aufnehmen und diesen Vorschlag vortragen. „Zeitgleich hoffen wir, dass die versprochenen Planungen für den zumindest teilweisen zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz bald abgeschlossen sind und der Öffentlichkeit vorgelegt werden, denn dieser hätte viele Vorteile.“ so Hinterberger, der sich gemeinsam mit Marion Eisenberger und Thomas Dorfner vor Ort vom Fortschritt der Arbeiten in Göllersdorf überzeugt hat.
Zweigleisiger Vollausbau ist weiterhin das Maß aller Dinge. „Wird ein voller zweigleisiger Ausbau durchgeführt, so könnten Baustellen bzw. Wartungen & Inspektionen auch unter Tags durchgeführt werden, weil ein Gleis weiter zur Verfügung bliebe und der Betrieb so wie bisher als Ersatzbetrieb fortgeführt werden könnte. Das heißt es müsste kein Schienenersatzverkehr bei Bautätigkeiten eingeführt werden. Hinterberger erklärt einen weiteren Vorteil: „Dies würde jene Mitarbeiter*innen entlasten, die bei den Baustellen oder Wartungen & Inspektionen mitwirken, da weniger Nacht- und Wochenendstunden notwendig wären, so hätten diese zum Beispiel mehr gemeinsame Zeit mit ihren Familien. Dadurch würde man natürlich auch Kosten sparen.“ erklärt Hinterberger. Zudem würden Verspätungen massiv reduziert werden, das Abwarten von Gegenzügen würde ebenso entfallen.