Nach Anstieg von 2021 auf 2022 um 3,80 Prozent im freifinanzierten Wohnungssektor, gibt es 2024 im gemeinnützig geförderten Neubau dazu noch einmal einen fast 17-prozentigen Preissprung; 13 Euro pro Quadratmeter sind nicht mehr leistbar
Die Durchschnittsmiete pro m2 in Hollabrunn lag 2022 bei 11,13 Euro für nicht-geförderte Wohnbauten, inklusive Umsatzsteuer und Betriebskosten – für eine neuwertige Wohnung in guter Lage mit 80,5 Quadratmeter waren 896,05 Euro fällig. Der NÖ-Durchschnitt bei gemeinnützig geförderten Wohnungen liegt derzeit bei 7,20 Euro pro Quadratmeter – was bei der Durchschnitts-Wohnungsgröße (Anm.: 80,5 qm lt. Statistik Austria) 579,60 Euro ausmacht. Nun steigt – mit dem neuen schwarz-blauen Wohnbauförderungsmodell diese Durchschnittsmiete von 7,20 Euro auf 13 Euro. Die Wohnung würde nun also 1.046,50 Euro an Miete verschlingen. „Wenn für niederösterreichische Familien im gemeinnützigen Wohnbau die Mieten auf fast das Doppelte ansteigen, dann ist Feuer am Dach. Die Mieten im geförderten Wohnbau liegen im Bezirk Hollabrunn dann um 16,79 Prozent über dem Wert für nicht-geförderte Wohnungen aus 2022. Das ist für viele Menschen nicht mehr leistbar, zumal die Teuerung in vielen weiteren Bereichen nach wie vor voll zuschlägt“, sind sich die Bezirksvorsitzenden der SPÖ Hollabrunn Stefan Hinterberger und Richard Pregler einig. Bezirksfrauenvorsitzende Elke Stifter ergänzt: „Besonders für alleinstehende Frauen mit kleinem Einkommen oder geringer Pension und für Alleinerziehende ist die Situation dramatisch!“
„Dieses schwarz-blaue Wohnbauförder-Modell verteuert die Mieten drastisch und belastet – durch die Ausdehnung der Finanzierungsdauer auf 40 Jahre – noch die Kinder der Geförderten. Die Aufgabe verantwortungsvoller Politik ist die Menschen bei Herausforderungen zu unterstützen und das Leben für jeden Einzelnen leistbar zu gestalten. Das findet aktuell unter Schwarz-Blau nicht statt“, wissen Hinterberger und Pregler. SPÖ-Landesparteivorsitzender und Kontroll-Landesrat Sven Hergovich weist seit Monaten auf die – durch ÖVP und FPÖ erzeugte – brisante Situation am Wohnungsmarkt hin und schlägt Lösungsmöglichkeiten vor. Damit stößt er leider bisher bei VP-Mikl-Leitner und FP-Landbauer auf taube Ohren. Gemeinsam mit Hinterberger und Pregler reicht er abschließend ÖVP und FPÖ die Hand noch vor Weihnachten für finanzielle Entlastung für die Zukunft des Wohnens zu sorgen: „Wir können morgen ein echtes Programm für leistbares Wohnen in Niederösterreich beschließen und gemeinsam umsetzen, das keine Bürger*innen im Bezirk zurücklässt.“
Auch Rathaus in Göllersdorf ist Opfer des Wohnbauförderungsstillstandes
Hinterberger hofft auch aus einem zweiten Grund auf eine rasche Aufnahme des geförderten Genossenschaftswohnbaus. Er ist wie viele Göllersdorfer*innen enttäuscht, dass das Projekt Rathaus Neubau stillsteht. Hinterberger wünscht sich daher, dass sich auch endlich die beiden regionalen ÖVP und FPÖ Vertretern im Landtag – Labg. Richard Hogl von der ÖVP und Labg. Michael Sommer von der FPÖ – für das Göllersdorfer Bauprojekt stark machen – zumal es hier auch um den Neubau der Polizeistation, einer Arztpraxis und eines Lokals am Hauptplatz geht. Hogl und Sommer sind laut Hinterberger gefordert, mit ihren Parteikolleg*innen in der schwarz-blauen Koalition in Niederösterreich Klartext zu reden und sich der Vorschläge von SPÖ Landesparteivorsitzenden Sven Hergovich anzunehmen.