Unfallversicherungsschutz für Kindergartenkinder im verpflichtendem Kindergartenjahr soll auf alle 1.700 Kindergartenkinder im Bezirk ausgedehnt werden
Im Jahr 2010 wurde von SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann und der damaligen SPÖ-Gesundheitsministerin Dr. Sabine Oberhauser die Unfallversicherung für Kinder im verpflichtenden letzten Kindergartenjahr eingeführt. SPÖ-Volksanwaltschafts-Sprecher Nationalrat Rudolf Silvan fordert nun eine Ausweitung dieses Schutzes auf alle Kindergartenkinder, denn damit wären alle Kindergartenkinder nach Unfällen nicht nur kranken, sondern auch unfallversichert: „Alle Kindergartenkinder müssen im Ernstfall die bestmöglichste Leistung erhalten, um rasch wieder vollständig gesund zu werden!“ Hollabrunns Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger unterstützt die Initiative Silvans: „Damit wären nicht nur jene rund 500 Kindergartenkinder im Bezirk Hollabrunn bestmöglich geschützt, die derzeit das letzte Kindergartenjahr absolvieren, sondern alle, der über 1.700 Kindergartenkinder im Bezirk Hollabrunn während ihres Kindergartenbesuches unfallversichert!“
Silvan erklärt den Vorteil des Unfallversicherungsschutzes gegenüber einer gewöhnlichen Krankenversicherung: „Nach einem Schadensfall sorgt die AUVA für Unfallheilbehandlung mit allen geeigneten Mitteln, für ganzheitliche Rehabilitation und Entschädigung, während die ÖGK – gemäß den gesetzlichen Vorgaben im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz – bei Behandlungen das Maß des Notwendigen (Anm.: auch in finanzieller Hinsicht) nicht überschreiten darf.“ Der Antrag, den der Abgeordnete in der Jänner-Nationalratssitzung eingebracht hat, wurde dem Ausschuss für Arbeit und Soziales zugewiesen. Silvan hofft auf rasche abschließende Behandlung im zuständigen Fachausschuss sowie in der nächstmöglichen Sitzung des Nationalrates, damit dieser Meilenstein noch vor etwaigen Neuwahlen zum Wohle unserer Jüngsten umgesetzt werden kann.
Bereits erreicht: weniger Kosten für 650 Spitalsaufenthalte von Kindern und Jugendlichen bis 14 im Bezirk Hollabrunn dank Hergovich
SPÖ-NÖ-Vorsitzender, Kontroll-Landesrat Sven Hergovich befürwortet das Vorhaben ebenfalls: „Es ist wichtig, dass wir solche Lücken im Sozialstaat schließen, die schon viel zu lange offen sind. Zuletzt ist es uns in Niederösterreich auf meinen Druck gelungen, die Gebühren für Eltern, die ihre kranken Kinder ins Spital begleiten müssen, massiv zu senken.“ Niederösterreichweit kommen die 245.317 Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre auf 23.099 Spitalsaufenthalte. Geschätzte 650 Spitalsaufenthalte der 6.900 Hollabrunner Jugendlichen bis 14 Jahre können nun also – durch die erkämpften verringerten Spitalsbeiträge für Begleitpersonen – teils massiv entlastet werden. Gratis-Begleitung gibt es nun bis zum 3. Lebensjahr, statt bisher lediglich bis zum 1. Geburtstag.
„So muss es jetzt auch bei der Unfallversicherung im Kindergarten kommen. Es ist schlimm genug, wenn ein Unfall geschieht. Da braucht es bestmögliche Absicherung und keine Bestrafung“, begrüßt Hergovich abschließend die Initiative Silvans.