„Das Frauenbild der ÖVP ist aus dem vorigen Jahrhundert!“ sind sich Göllersdorfs Frauenvorsitzende Daniela Poisinger und Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger einig. Daran wird auch der kommende Weltfrauentag nichts ändern. Den schönen Worten die die Funktionär*innen der ÖVP, jedes Jahr rund um den Weltfrauentag mittels Presseaussendungen ausschicken, müssen endlich Taten folgen fordern Poisinger und Hinterberger. Das Duo hofft, dass sich für die Frauen und Familien im Bezirk Hollabrunn endlich Verbesserungen ergeben, wenn die SPÖ im Land Niederösterreich in eine Koalition mit der ÖVP eintritt.
Denn dann besteht die Chance, dass dringend notwendige Verbesserungen z.B. im Bereich der Kinderbetreuung endlich umgesetzt werden. Die SPÖ fordert mit ihrem Kinderbetreuungsprogramm seit langem, dass Kinderbetreuung ganzjährig, ganztägig und gratis angeboten wird. Denn aufgrund unzureichender Kinderbetreuungszeiten bzw. – möglichkeiten ist es derzeit für viele Arbeitnehmer*innen, hier eben zumeist Frauen, einfach nicht möglich Vollzeit zu arbeiten, erklärt Göllersdorfs Frauenvorsitzende. Damit sind diese finanziell vom Partner abhängig. Da sich Teilzeitarbeit auch negativ auf die Pensionshöhe auswirkt, schlittern demnach vor allem Frauen in die Falle der Altersarmut.
Dass Arbeitsminister Kocher nun kürzlich gefordert hat, dass Sozialleistungen von Teilzeit arbeitenden Menschen gekürzt werden sollen, damit Vollzeitbeschäftigung attraktiver gemacht wird, stößt SPÖ Bezirkschef Hinterberger sauer auf: „Viele Menschen könnten aus verschiedenen Gründen nur Teilzeit arbeiten, sei es durch Betreuungspflichten oder weil die Arbeitgeber gar keine Vollzeitjobs anbieten, da für diese die Lohnnebenkosten bei Teilzeitjobs geringer sind“. Von derartigen Maßnahmen wären zum Großteil weibliche Arbeitnehmer*innen im Bezirk Hollabrunn betroffen. Dass nun zuletzt die ÖVP auch den mit den Grünen bereits vereinbarten Mietpreisdeckel aufs Spiel setzt, sei ein weiterer Schlag ins Gesicht aller Bürger*innen im Bezirk Hollabrunn schließt Hinterberger.