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SPÖ Göllersdorf

Mögliche Spitalsschließung: Landesrat Hergovich im Austausch mit Hollabrunner Bezirksfunktionär*innen

10.11.2024
Rund um die, durch einen Bericht der Krone aufgedeckten Pläne zu möglichen Spitalsschließungen in Niederösterreich, die auch das KH in Hollabrunn betreffen, herrschte in letzter Zeit viel Aufregung. Heute sich deshalb Kontrolllandesrat Sven Hergovich die Zeit genommen um sich persönlich vor Ort mit den Funktionär*innen im Bezirk Hollabrunn über die Situation auszutauschen. „Wir werden uns gegen die Schließungspläne der schwarz-blauen Koalition wehren und unser Möglichstes geben, um das Landesklinikum in Hollabrunn zu erhalten!“ zeigt sich Kontrolllandesrat Hergovich solidarisch mit den Bezirksfunktionär*innen. Hergovich weist hier darauf hin, dass es im ländlichen Räumen, wie im Bezirk Hollabrunn besonders wichtig ist, dass eine Erst- und Akutversorgung rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche aufrechterhalten bleibt.
 
Zuletzt hat dies ein Fall in Horn gezeigt, ergänzt SPÖ Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger. Mehrere Medien berichteten in der Vorwoche, dass ein 55-jähriger Mann am Wochenende in einer Garage gegrillt und die Familie im angrenzenden Stüberl gefeiert hätte. Dabei habe er immer wieder das Garagentor zwecks Lüftung geöffnet und alle Fenster seien gekippt gewesen, auch die Tür wurde immer wieder geöffnet. Dennoch ist der Mutter des Grillmeisters übel geworden und kurz darauf hätten fast alle Familienmitglieder über Schwindelbeschwerden geklagt. Die Ursache: sie erlitten eine Kohlenmonoxidvergiftung unbestimmten Grades. Sie wurden in die Landeskliniken Horn, Hollabrunn, Zwettl und Waidhofen an der Thaya sowie in das Universitätsklinikum Krems zur weiteren Behandlung verbracht. Nicht auszudenken, gäbe es hier am Wochenende keine wohnortnahe Erst- und Akutversorgung.
 
Natürlich verschließen wir uns Reformen nicht. Es muss sich in der Finanzierung der Spitäler sicher etwas ändern. Aus unserer Sicht wäre es wichtig, die Gemeinden zu entlasten. In keinem Bundesland müssen die Gemeinden so viel Krankenanstaltenumlage zahlen wie in Niederösterreich (283 Euro pro Kopf). zum Vergleich in Salzburg sind es 113 Euro, im Burgenland 27 und in der Steiermark 0 Euro. Vom Land wird in Niederösterreich aber am zweit wenigsten für Spitäler von allen Bundesländern ausgegeben. Die Selbstversorgung im medizinischen Bereich liegt nur bei 75%. In Oberösterreich und der Steiermark hingegen über 90%. Hohe Kosten für die Gemeinden aber wenig Leistung des Landes das muss sich ändern. Die schwarz blaue niederösterreichische Landeskoalition müsste also dringend in die Gesundheit investieren, statt hier weiter zu sparen und andererseits auf unnötige Ausgaben, wie z.B. den Coronafonds verzichten.
 
Aus unserer Sicht ist ergänzend zu unseren bisherigen Stellungnahmen auch noch zu unterstreichen, dass wir durch eine Schließung auch eine Abwanderung von Fachärzt*innen im Bezirk befürchten. Wenn eine Ärztin zum Beispiel auf der Geburtenstation arbeitet und nebenbei aktuell eine Ordination in Hollabrunn führt, diese dann aber nicht mehr in Hollabrunn, sondern an einem neuen Standort arbeiten muss, ist zu befürchten, dass auch der Standort der Ordination in Hollabrunn oder im Bezirk Hollabrunn aufgelassen wird. Soweit dürften die so genannten Experten die das Expertenpapier ausgearbeitet haben, nicht gedacht haben.

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