„Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich eine Mietpreisbremse in Österreich umzusetzen. Die Mieten sollen nicht öfter als einmal im Jahr erhöht werden und die Erhöhung soll auf zwei Prozent begrenzt werden. Das kostet kein Steuergeld und entlastet durch geringere Inflation ALLE Österreicher:innen.“ so lautet der Einleitungstext einer Petition die die Mietervereinigung gestartet hat, erklärt Susanne Schnopfhagen-Metzger. Die Retzerin ist Präsidentin der Mietervereinigung Niederösterreich und Burgenland.
Unterstützung erhält die Mietervereinigung von den Sozialdemokrat*innen. SPÖ Bezirkschef Stefan Hinterberger weiß: „Die meisten Mieten (ob Kategorie-, Richtwert- oder ungeregelte Neubaumieten) in Österreich werden mit dem Verbraucherpreisindex erhöht. Durch die hohe Inflation in Österreich haben Mieter:innen nun landesweit mit Rekord-Erhöhungen ihrer Mieten zu kämpfen. Hier muss endlich wie in anderen Ländern gehandelt werden!“
Innerhalb von nur 24 Monaten sind Kategorie-Mieten um fast 24 Prozent, Richtwert-Mieten um 15 Prozent und ungeregelte private Neubaumieten um bis zu 17 Prozent erhöht worden, erklärt Hollabrunns Stadtparteivorsitzender Friedrich Dechant. Die Mieten steigen damit deutlich schneller als die Löhne, das bedeutet, dass Mieter:innen-Haushalten Jahr für Jahr weniger Geld zum Leben bleibt. „So kann es nicht weitergehen.“ sind sich Schnopfhagen-Metzger, Dechant und Hinterberger einig.
Teuerungs-Spirale stoppen
Betroffen von den Miet-Erhöhungen sind ALLE Bürgerinnen im Bezirk Hollabrunn, ob sie nun zur Miete wohnen oder im Eigentum. Grund dafür ist eine Teuerungs-Spirale: da die meisten Mieten an den Verbraucherpreisindex gebunden sind und die Mieten selbst mit 5,5 Prozent ebendort sehr hoch gewichtet sind, heizen die ständigen Miet-Erhöhungen auch die Inflationsrate in Österreich weiter an. Diese Teuerungsspirale könnte durch eine Mietpreisbremse gestoppt werden.