ÖVP Abgeordneter ist im Landwirtschaftsausschuss gut aufgehoben, Verkehrsthemen sollten jedoch Profis überlassen werden
„Richard, der Zug ist abgefahren!“ – Mit diesen Worten fordern SPÖ Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim und Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger den ÖVP Landtagsabgeordneten Richard Hogl nun auf, sich wieder auf seine Kernthemen zu konzentrieren. Hintergrund: der ÖVP Abgeordnete hat nicht nur die ÖBB scharf kritisiert hat, sondern auch die SPÖ vollkommen zu Unrecht abgesprochen, sich für den zweigleisigen Ausbau einzusetzen. Da sich die SPÖ erwiesener Maßen seit Jahrzehnten für Verbesserungen auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz einsetzt, siehe regionale Medienberichte der letzten Jahrzehnte, fordern Nationalratsabgeordnete Melanie Erasim und SPÖ Bezirksvorsitzender Stefan Hinterberger den ÖVP Abgeordneten nun auf, sich wieder auf seine Kernthemen zu konzentrieren. „Niemand glaubt der ÖVP, dass sie sich für echte Verbesserungen auf der Nordwestbahn einsetzt.“
Erasim und Hinterberger wundern sich zudem über den Meinungswechsel Hogls. Noch vor kurzem hat Hogl den zweigleisigen Ausbau zwischen Göllersdorf und Hollabrunn für unmöglich erklärt und darauf hingewiesen, dass ein zweigleisiger Ausbau aufgrund einer Engstelle in Breitenwaida nicht möglich sei. Seinerzeit hatte Hinterberger schon mit einem Fachmann der ÖBB abgeklärt, dass dies sehr wohl machbar sei. Nun dürfte sich Hogl doch endlich ordentlich informiert haben. Der ÖVP Mandatar sei im Landwirtschaftsausschuss gut aufgehoben, die Verkehrsthemen sollte Hogl laut dem SPÖ Duo den Profis überlassen. Und diese Profis sind eben nun einmal in den Reihen der ÖBB zu finden, sind sich Erasim und Hinterberger einig.
„Die ÖBB kann nur jenes Material liefern, das das Land und der Bund bestellt haben!“ erklärt Abgeordnete Erasim und weist die Kritik des ÖVP Mandatars an der ÖBB entschieden zurück. Wenn Hogl nun die ÖBB kritisiert, dann ist das eigentlich ein Schuldeingeständnis, dass zu wenig ordentliches Material bestellt und zu wenig seitens Bund und Land in den letzten Jahren in die Schiene investiert worden sei. Auch der Vorwurf, dass die ÖBB die Pünktlichkeitsstatistiken gefälscht haben soll, empfinden Erasim und Hinterberger als ungeheuerlich. Hier bewegt sich Hogl nach Meinung Hinterbergers auf besonders dünnem Eis, denn derartige Vorwürfe könnten sogar ein rechtliches Nachspiel haben. Besonderen Dank richten Erasim und Hinterberger an dieser Stelle an die Mitarbeiter*innen der ÖBB. Diese sorgen dafür, dass die Pendler*innen aus dem Bezirk Hollabrunn seit Jahren unfallfrei an ihr Ziel kommen und sind ihrer Meinung nach die wahren Leidtragenden an dem falschen Spiel des ÖVP Landtagsabgeordneten.